Fotostory – ich habe SCHRÖDER!

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liebe jac, es ist ja so, dass es zeiten im leben gibt, wo man nicht alleine lebt. nein, ich denke dabei grad nicht an eine partnerschaft, sondern eher an so unappetitliche mitbewohner wie ameisen, silberfischchen, getreidemotten, drosophilas, stubenfliegen, kakerlaken, wanzen, waldschaben… und mehr dergleichen. ich mag sie nicht! keine der aufgezählten spezies. man hat ja dann immer ein wenig das gefühl, den haushalt vernachlässigt zu haben; beziehungsweise grundsätzlich ein liederliches leben zu führen. aber wirklich, ich tu mein bestes neben meinem 100%-job. ehrenwort!
ich weiss ja nicht, wie es dir geht, aber ich fühle mich immer ziemlich beschämt, wenn ich wieder ‚untermieter‘ habe, wobei diese ja nicht mal mitbezahlen… vor allem fühle ich mich dann als völlig unfähige hausfrau, wenn ich tiere und gleichzeitig besuch habe.nun, ich meinte, wieder mal eine zeit erleben zu dürfen ohne diese lästigen mitbewohner, aber wie täuschte ich mich!ich habe SCHRÖDER! UND DAS IN MEINER HANDTASCHE!!!!!! ich habe sie ganz deutlich gesehen heut morgen, als ich meinen memorystik suchte. nein, also wirklich!  gut, eine frauenhandtasche ist ja ein universum für sich, aber es braucht ja nicht unbedingt noch SCHRÖDER da drin. oder?
ich habe sie nicht gezählt, aber es sind viele und sie scheinen sich keinen deut um meine anspannung geschert zu haben. weisst du das vielleicht: vermehren sie sich schnell? und was essen sie überhaupt? ehrlicherweise findet sich sicher immer mal wieder krümel von meinem pausenbrötchen, oder ein loser kaugummi in meiner tasche. (unter uns: ich habe auch schon mal ein stück greyerzer-käse vergessen. irgendwann hab ichs dann doch gemerkt, beziehungsweise gerochen und ihn draufhin schnell und heimlich entsorgt- aber darüber bewahre bitte stillschweigen.)

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ich dachte, sie sind „nur“ in meiner handtasche, aber als ich das bett zum lüften raushängen wollte- (der nächtliche sturm hatte übrigens die loggia unter wasser gesetzt) was sah ich: wieder eine hand voll SCHRÖDER. in orangen kleidchen!
sie waren grad dran, die wasserpfütze wegzuwischen. ich frage mich, wie sie die treppe hochkamen, aber nun, sie waren oben!  nein, ich habe nicht zu viel getrunken gestern abend und meine brille war auch auf der nase. (sonst hätte ich sie glaub gar nicht etdeckt) man erschrickt doch ziemlich, wenn man plötzlich SCHRÖDER auf dem balkon vorfindet!

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fortsetzung folgt vermutlich…

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liebe jac, wusstest du das: zuweilen entpuppt sich der „gemeine SCHRÖDER“ anscheinend als wahrer erbsenzähler!
ich wollte heut abend ja an sich entspannt einen käse-kuchen mit einem schwung tiefkühl-erbsen als grünfaktor kreieren- und schwupp, war eine handvoll SCHRÖDER auf dem tisch und begann mit der buchhaltung und zählung.
also, nun weiss ich es genau: ich hab exakt 63 erbsen auf den kuchen gerieselt!
(von mir aus hätten es ja auch 83 oder 56 oder 71 erbsen sein können) aber nein, ordnung muss laut dem gemeinen SCHRÖDER sein!schroeder-2

 

ich liess sie gewähren und war gespannt auf ihre zusammenfassung:
also, ich backe jetzt dann einen kuchen mit 137 speckwürfeli, 217,6 gramm käse, 2,76 gramm thymian, 4 knoblauchzehen, und eben 63 erbsen. nur, damit du bescheid weisst. wo käme man sonst hin. ehrenwort!
dir auch einen schönen abend- und ich schau, dass meine SCHRÖDERS nun endlich in meiner Tasche bleiben 🙂 fortsetzung folgt eventuell…

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liebe jac, gestern war ein guter tag!
das wort ,tag’ meine ich wörtlich. ich hatte wirklich tagsüber einfach meine ruhe von dieser ,schröderbande‘. gut, ich war auch unter anderem mit küchen-frühlingsputz beschäftigt während einigen stunden (ich hoffe nämlich, dass ich sie etwas besser im griff habe mit einer sauberen küche).  aber dann am abend, was für eine peinlichkeit!
ich hatte tagsüber keine ,schrödersichtung’ gehabt und drum beim taschenpacken mir nichts schlechtes gedacht als ich meine cellonoten in die tasche steckte um sie bei der orchesterprobe dabeizuhaben. nein, ich sage dir! kaum hatte ich die noten auf dem notenpult stehen und meinen bleistift dazugelegt, stand eine handvoll ,schröder‘ winkend und schwatzend auf der ablage herum. nun, ich tat, als ob nichts wär, trocknete meine schweissnassen hände an meiner jeans ab und schaute zu K rechts von mir, die aber glücklicherweise nichts zu bemerken schien. einige hockten sich hin, andere standen lässig herum und einer mümmelte sogar an seiner tabakpfeife herum!

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wir hatten eben angefangen mit schuberts 7. sinfonie, da wollten einige die seiten umblättern als es noch nichts zu blättern gab. ich fasste es nicht! ich fauchte sie an in der pause: „ab in die tasche!“ stattdessen schickten mir einige eine kusshand zu, andere winkten. ich fands nur unglaublich peinlich!  wie froh war ich, hatte ich meine lesebrille auf und sah nur ein begrenztes stück scharf. so wusste ich nicht, wo sie sonst noch herumlungerten während der probe. (das ist ein eindeutiger vorteil vom fortgeschrittenen alter. man sieht nicht mehr alles und muss sich drum auch weniger ärgern 🙂 später beim aufräumen konnte ich einen grad noch erwischen bevor er in das rohr des dirigierstabes von L kriechen konnte (er hatte unglücklicherweise seine tasche neben meine gestellt. gut, man lässt auch nicht so ein dirigierstabrohr offen herumliegen. findest du nicht auch? da könnte ja alles mögliche hineinkrabbeln.) nein, eine so peinliche probe habe ich noch nie erlebt! man muss sich ja schämen. ich hoffe einfach, es gibt keine reklamationen von anderen orchestermitgliedern, für den fall dass einige meiner schröder in andere taschen gekrochen wären. ich glaub, ich tu wie wenn ich von nichts wüsste. man müsste mir das ja glaub auch mal erst beweisen können, oder? ja und dann zu hause, ich hatte I ja vorgewarnt, die fasnachtschüechli nicht offen herumstehen zu lassen. (gut, ich weiss im übrigen nicht, was er an diesen trockenen staubdingern so toll findet. sie krümeln ja nur herum und im mund hat man einfach süsses gebrösel. wenn man dann unglücklicherweise noch grad niesen muss, dann hat man die perfekte sauerei!… und im übrigen ist ja noch gar nicht fasnacht.)

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aber ich schweife ab. er lachte nur und ging wenig später ins bett. ich trank noch eine tasse tee und blicke in die fasnachtschüechli-dose…aber ich hatte I ja gewarnt. da ist man einfach selber schuld! findest du nicht auch? fortsetzung folgt vielleicht…

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liebe jac, kennst du dich eigentlich aus mit SCHRÖDER? ich mich nämlich nicht; ich hab sie zum ersten mal.
ich hab mal nachgemessen: sie sind so 1.5cm gross. die weibchen etwas kleiner als die männchen. …oder redet man in bezug auf schröder von frauen und männer???)
nundenn, ich weiss es nicht! falls ich mit meiner formulierung falsch liegen sollte, bitte ich schon mal um entschuldigung. im internet habe ich nichts über SCHRÖDER gefunden. anscheinend sind sie doch ziemlich selten. ich habe sie wiegen wollen, aber vergebens. meine küchenwage wiegt ihr gewicht nicht, sondern bleibt ruhig bei 0 stehen. (es ist so eine von herrn j. o. mieses teil!… sieht nur schön aus, aber kann nicht mal einen SCHRÖDER wiegen. beschämend!)
ich glaube, ich informier mich am besten mal bei D. er ist nämlich tierarzt mit „cum laude“ und weiss viel. D kennt sich in
„SCHRÖDERFRAGEN“ eventuell aus. (D erklärte mir z.b. schon mal,  dass wenn ein main-coon-kater vor seinem ersten geburtstag kastriert wird,

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sein sexuelles bedürfnis teilweise ziemlich erhalten bleibt obwohl er nicht mehr kann, der arme kerl! oder D. weiss z.b. bescheid über fische, die hornhaut an den füssen abknuspern. die mögen das anscheinend!)
was ich aber beobachtet habe: der gemeine SCHRÖDER scheint gartenarbeit zu lieben. ich traf, als ich heute heimkam aus basel, einige beim hacken bei meinen mini-narzissen im glas. ich versuchte einzelne einzufangen fürs foto.  sie scheinen es jedoch nicht zu mögen, wenn ich sie mit meinen fingern anfasse… aber das muss halt sein für ein gestelltes foto.
damit sie sich auf dem tisch fürs foto wohl fühlen, habe ich zu einem kleinen trick gegriffen: ich hab etwas erde herumgestreut und sie raufgesetzt. sie fingen sofort an zu hacken, zu schaufeln, herumzuspateln und so.
ich kann mir vorstellen, dass sie schrebergärten mögen. oder „schrödergärten“, hihi.…
heute haben sie sich alle ansonsten ordentlich benommen in meiner tasche. was mir wichtig war: sie sind nicht rausgekommen, als ich an einer weiterbildung mich weiterbilden liess. zum glück! es hätte ein ungutes licht auf mich geworfen! das wars für heute.
also, ich lass mich da mal in SCHRÖDER-fragen gerne beraten. wenn du etwas weisst, gerne mailen. dank im voraus!…fortsetzung folgt- vermutlich…

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liebe jac, es ist vorfasnachtszeit in rheinfelden. sonniger mittag, erste kinderumzüge in der gegend und die grossen, die den „ernstfall“ für kommenden sonntag proben. ich mag diese fasnachtszeit wie du weisst, nicht. zu viel lärm, zu viel bumbum, zu viele „angebläute“… aber meine SCHRÖDER scheinen grad dies  zu mögen. ich glaub sogar sehr? ich stand mittags auf der brücke zwischen badisch- und helvetischrheinfelden, genoss die sonne und das sein zwischen den nationen, plauderte kurz mit passanten die mich fragten, was ich denn da mache mit dem leimstift. sie winkten zum abschied lachend viel glück zu.

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kaum blickte ich auf die brüstung zurück, hatten es sich bereits einige meiner SCHRÖDER gemütlich gemacht in der februarsonne. mit bierchen, festbank und guter laune! einige wippten und schunkelten im takt der herannahenden „guugge-musig“. unmöglich, wie sie sich benehmen. also wirklich!
ich beschloss darauf, die SCHRÖDERBANDE einzufangen um dem überschwänglichen tun am heiterhellen nachmittag einhalt zu gebieten und beschloss kurzum, noch im ,gniesser-bistro’ bei mariangela und jürg auf einen kaffee vorbeizusehen. auf dem kaffeeglas stand das richtige: in flagranti!  ich hab sie ertappt! ich kenne die beiden; die sind kein paar! jürg sagte mir später, das gehört halt auch zur fasnacht… und neun monate später… aber eben, ich weiss nicht, wie lang das bei den SCHRÖDERS dauert. keine Ahnung!

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derweilen kamen zwei andere ins rutschen auf dem kuchen. nein, sicher nicht wegen des kuchens, der war wie immer ta-del-los. da kann man nichts sagen.

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ich vermute, die kamen ins rutschen wegem mangelhaften halt und ungenügender körperbeherrschung. vermutlich wegen des blutalkoholgehaltes. so sah es jedenfalls aus. ich glaub, die zwei wären an sich sowieso noch ‚per sie‘ miteinander…aber in der fasnachtszeit scheint die ganze contenance zu fallen. das sagt jedenfalls jürg. ich sag dir, das ist das elende an diesen SCHRÖDERS: kaum löst man etwas das scharfe auge, und sie benehmen sich schlimmer als im alten sodom oder gomorrha! oder fast jedenfalls. man muss sich ja doppelt schämen! aber ich habe glaub zu meiner entschuldigung bereits erwähnt, dass ich keinerlei kontrolle über sie habe. es ist ja echt peinlich!
also ich finde, wenn sie schon in meiner tasche wohnen, dann könnten sie das doch wenigstens mit etwas stil und würde machen…es ist ja schliesslich eine ledertasche! oder besser: MEINE ledertasche! ja, auch wenn bald fasnacht ist. oder bin ich da etwa zu streng?????  fortsetzung folgt eventuell…

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liebe jac, ich hatte keine lust auf noch etwas zu tun! ich hab‘ heute genug getan, aber zum herumfläzen auf dem sofa hatte ich auch keine musse. ok- wozu hat frau denn SCHRÖDER und eine kamera? ich setzte meine tasche neben meine farbstifte und sah zu, was passiert.

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kurzum krabbelten sie raus und begannen mit auflisten, zählen, katalogisieren und weiss der himmel was die noch so erfassen.
und tatsächlich, sie fingen an zu sortieren! ich sah ihnen gebannt zu 🙂

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dann kamen noch meine stempel dran…

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schau mal, was die kerlchen hinbekamen 🙂 süss, oder?

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…fortsetzung folgt vielleicht

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liebe jac, irgendwo hat grosszügigkeit ja auch grenzen. nämlich genau hier! ich mags grundsätzlich nicht, wenn man auf dem essen rumlümmelt. hier wirken sie besonders unappetitlich, findest du nicht auch? als mein erster ärger verflogen war, überlegte ich mir, dass wenn ich etwas über ihr sozialverhalten weiss, ich die SCHRÖDERBANDE ev. besser kontrollieren, sprich dezimieren kann.
…aber ich glaub’, so anders ticken die nicht… sie denken: „herrlich! (ich könnte in dem kuchen baden, aber kalorien gehen glaub‘ auch durch die haut, oder?!)“ er: kratzt sich entspannt am

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schritt, pupst laut auf die himbeertorte und mummelt „ja“ und denkt ,lecker!’…aber was will man(n).
ich hatte mich ja nur kurz weggedreht und was seh’ ich: sie haben doch tatsächlich den vanille-kuchen, der noch auf dem karton lag, als winterparadies missbraucht. überall auf dem kuchen sind kleine schröder-fussspuren.ich fass es nicht. das kann man ja niemandem mehr offerieren! da denkt sich der gast vermutlich das seine, wie z.b.: ‚aber bei meiers gehts ja lebhaft zu‘ oder noch was schlimmeres. ich will’s mir gar nicht genauer ausmalen.

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und das mag ich auch nicht und finds grundsätzlich auch nicht lustig! ich glaub, ich muss mir doch bald ersthafte gedanken machen! nicht auszudenken was passiert, wenn die sich vermehren! fortsetzung folgt – ziemlich sicher 🙁

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liebe jac, erwin schröder-schulz war scheinbar schon als kleiner junge ein ziemlicher vielfrass…
…fortsetzung folgt, vermutlich (denn ich habe den starken verdacht, dass es immer mehr statt weniger werden?)

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p.s. ich hatte gestern eine idee, wie ich einige wieder loswerden könnte…?

jac’s mail an mich
Hilfe! deine SCHRÖDER verfolgen mich!!!! so dachte ich nach der Znünipause, als ich eine Schröderin neben meiner Kaffeetasse sichtete..ich bin wohl wirklich übermüdet,so mein Gedanke… aber ich arbeitete weiter,wie wenn nix wäre. Zuhause freute ich mich dann auf ein einfaches SoulfoodZmittag vor dem lang ersehnten Mittagsschlaf… Ich dachte nochmals eben an die SCHRÖDERIN, die mich ein wenig grösser deuchte als meine PREISER hier zuhause..aber“bild ich mir wohl bloss ein?“,dachte ich und wollte noch schnell Frischluft reinlassen…(so schläft sich’s ja bekanntlich besser)
Aber: Albertine Hättenschwiller hatte sich in Zofingen klammheimlich und offenbar in Windeseile in die Tasche abgeseilt und hatte bereits das Modekommando der etwas kleineren PREISERS übernommen..jedenfalls war bereits ähnlich einer TupperwareParty eine Modeschau in meinem Griessbrei im Gang… Wo führt das bloss noch hin????

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liebe jac es tut mir echt unglaublich leid (für dich … und freut mich für mich:) dass mir ‚leider‘ eine schröderin (albertine hättenschwiller) entwischt ist heut’ morgen aus meiner tasche, und jetzt bei dir die bude aufmischt!  es tut mir fast leid!??? unsere chefin hat mich gestern um ein schönes foto für einen schul-apéro gebeten durch die blume… ich habs vorhin probiert…aber wenn die in der schule wüssten, was sich bei mir so in meiner küche tummelt….(hab sie im fall von a-z fertiggeputzt in den ferien, incl tkt) und anderswo so herumlungert wenns z.b. um essen geht… (ich gelange immer mehr zur überzeugung, dieses SCHRÖDERBANDE ist ein verfressenes völkchen!) es ist mir unglaublich peinlich! weisst du eigentlich, gibt es eine selbsthilfegruppe für schröderprobleme?????? gut, es muss ja nicht hier in „meischbrg“ sein, basel geht auch… (es wäre eh besser wegen der anonymität)… wenn du so etwas wissen würdest, informiere mich bitte unbedingt!
lieber gruss und die fortsetzung…, die kommt… SICHER!
p.s. das foto kann ich glaub so nicht abliefern…oder? was meinst du?

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liebe jac, es war ein fototag mit dem club in Zofingen. zum verdauen der zuvor erklärten herausforderung und dem nötigen „warming up“ musste erst mal ein ordentliches „kafi häre“, damit man(n) später die kamera in die hand nehmen (können) würde. die diskussion lief noch, aber einigen meiner SCHRÖDER ging das eindeutig zu lange. (der komune SCHRÖDER gilt ja zuweilen als ziemlich ungeduldig und etwas stürmisch) es machte ,hopp hopp’ und sie krabbelten auf den tisch und fingen an zu posieren. mal so, mal so… z.b. wie grad hier unten auch auf den kaffeerahmbecher. ihr auftritt war mir irgendwie peinlich, obwohl mich ja alle vom club kennen.  was sie eben nicht wussten, dass ich neben einer kamera auch noch SCHRÖDER in der tasche habe (so eine unangenehme tatsache behält man ja irgendwie lieber etwas für sich) aber die fotografen reagierten von erstaunt bis belustigt. gut, es hätte noch schlimmer kommen können; ich bin mir in letzter zeit ja einiges von ihnen gewohnt. so gesehen, hatte ich grosses glück dass kein essen bestellt worden war! nicht auszudenken was geschehen wäre. elfride schröder, geborene klöbenzwicker (ganz links im bild) winkten mir fröhlich zu, und ich solle bitte mal gefälligst den hintern in bewegung setzen… irgendwie kam dann auch allgemeine aufbruchstimmung auf und es ging los.

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zofingen bietet ja einige wirklich schöne ecken. aber das wetter heute lud zu allem möglichen ein, aber definitiv nicht zum fotografieren! es war so richtig garstiges ‚ich-bleibheut-lieber-auf-dem-sofa-wetter‘. nun, ich hatte einen see von zeit zum fotografieren und wollte doch noch versuchen, einige schöne winkel der stadt zu finden und auf die linse zu bringen. hier zum beispiel der kirchenturm! der soll drauf aufs bild. ok, das heisst stativ raus, kamera, linse, tuch…einstellen, kontrollieren… ach nein SCHRÖDERS! ihr vermiest mir auch dieses bild! könnt ihr denn nicht mal einfach in der tasche bleiben???
was, du weisst nicht, wovon ich schreibe?… wart, ich vergrössere den bildausschnitt etwas. siehtst du sie jetzt???? meine güte, war das kalt! und dieser wind! grässlich.die klammen finger mussten immer wieder mit tee und kaffee aufgetaut werden. ich kann mich nicht erinnern, wann ich zum letzten mal so viel kaffee wie heute getrunken habe.  ah, ja, es gibt ja noch einen marroni-stand 🙂 gedacht, getan!

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aber ich hab’s ja bereits kommen sehen, was ich erblicken würde wenn ich die tüte aufmache. wenigstens war so das aufpulen der schinde einfacher, hihi, und ordentlich ist er ja, der SCHRÖDER. das muss man ihnen lassen. nun, fortsetzung folgt vermutlich… aber nicht mehr so lange (hoffentlich)

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jürg’s mail an mich:


Jetzt haben deine SCHRÖDER das Bistro infiltriert!
Verdammt nah an den Daten…. Aber er ist am Bierchen trinken,  und das ist positiv (damit ist er eine Weile beschäftigt)?
mail an jürg: lieber jürg, es sind mir „leiiiiider?????“ noch drei weitere entwischt?
3 minuten später jürg an mich: Mist! Wo könnten sie nur sein???
mail an jürg, 10 sekunden danach:
jaaaa, das frage ich mich auch immer wieder…viel spass beim suchen und das plättli mit dem frappee war echt lecker vorhin bei euch im bistro  hermine schröder, geborene bergmann vermisste ihren ehemann karlherbert…aber rettung nahte

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mail nummer zwölf,  montagabend, halbzehn


liebe jac deine randen-salami war, wie bereits geschrieben, „ein gedicht“! ich hab
sie in kleinen etappen gegessen und permanent gerochen, (nebem schafskäse, wallnüssen und wallisserbrot) zum dahinschmelzen!
ja und dann, anstelle der ferienhalben sistierten orchesterprobe eine fotografische bestätigung, dass es nebem  ziemlich dumpfen, grölenden, biederen, furzenden und rülpsenden schröder-schlag anscheinend auch den feinsinnigen, musischen und schöngeistigen SCHRÖDER in meiner tasche gibt… anstelle der ouvertüre zu den „hebriden“ die wir zzt. u.a. am proben sind; hier eine fotografische komposition mit feinsinnigen mendelssohnduetten (für geige, sopran und pianoforte)…
(ansonsten trifft sich die „schröder’sche ästhetikgruppe“ unter der kundigen leitung von jeremy-emanuel schröder-rosenmund 14täglich zum fröhlichen bis zuweilen ausgelassen-heiteren tanz in gymnastikschlärpli und elastischen, bewegungsfreiheit erlaubenden baumwoll-hosen bei frisch aufgebrühtem pfefferminz-tee im lesesaal der bibliothek; oder zum innig-

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introvertierten namentanzen, oder energetisierenden baumumarmen, oder tiefsinnig-lyrischen lesungen und mehr desgleichen.) also: AUGEN AUF!, aber vorerst: schlaf auch gut — Edith Meier-Leibbrand

One thought on “Fotostory – ich habe SCHRÖDER!”

  1. Charlie Schlegel says:

    Hallo Edith Meier-Leibbrand-SCHRÖDER
    Merci für deine Geschichte(n) und vor allem Merci dass Du deine SCHRÖDER’s so akribisch begleitest und duldest. Karlherbert im Frappee…. Herrlich. Das schreit nach einem Bildband 🙂 LG

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